Ernest Kolman

Ernest Kolman besucht die Waldschule

Am Montag, 26. September 2016, durfte Rektor Wolfgang Rapp und die gesamte Werkrealschule das „Mahnmal auf zwei Beinen“, Ernest Kolman, begrüßen. Begleitet wurde Herr Kolman von der ehemaligen Lehrerin Frau Vogel, dem Pfarrer Herrn Müller, Herrn Seeger aus Zwerenberg und Bürgermeister Martin Buchwald.

 

Ernest Kolman vortrag Hauptschule

 

Seinen 60-minütigen Vortrag hielt der 90-jährige Ernest Kolman komplett im Stehen. Er berichtete in einem einwandfreien Deutsch, das er auch in den knapp 80 Jahren in England durch das Lesen deutscher Literatur gepflegt hat, von seinen Besuchen bei Onkel Eugen Marx, seiner Schulzeit in Köln und der Flucht über Holland ins „Exil“ nach London.


Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als Kolman seine Erinnerungen aus der Reichsprogromnacht lebendig werden ließ. Er schilderte sein Ausharren im Schrank einer Nachbarin, aus Angst vor Übergriffen der Nationalsozialisten auf seine Familie.


Seinen Vortrag beendete er, indem er sehr emotional schilderte was ihm der Zweite Weltkrieg nahm: seine Nationalität, seine Verbundenheit, seine Kultur und vor allem seine Familie. Denn am 19. November, dem Tag als er ins Exil ging, sah er seine Eltern das letzte Mal.


Verabschiedet wurde Herr Kolman, nachdem er sich noch Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler genommen hatte, indem alle Anwesenden ihm Respekt zollten, indem sie durch ihre Unterschrift das „Nichtvergessen“ seiner Familie versprachen.