Bildungspartnerschaft

Unterschrift stärkt Bildungs-Kooperation

 

Um den Schülern bei der Berufswahl zu helfen, gibt es in Baden-Württemberg Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen. Diese gehen auf einen Pakt zwischen Landesregierung und Industrie- und Handelskammer (IHK) zurück. Die Neuweiler Waldschule ist nun eine solche Bildungs-partnerschaft mit der Firma Veyhl eingegangen. Neu an dieser Partnerschaft sind eigentlich nur die Unterschriften, die Rektor Wolfgang Rapp und der kaufmännische Leiter der Firma Veyhl, Michael Zudock, gestern unter die Vereinbarung setzten. Denn, dass Jugendliche von praktischen Einblicken in die Berufswelt während der Schulzeit profitieren, weiß man hier schon seit den 70er-Jahren. Seitdem haben Schüler die Möglichkeit, Praktika in der Zwerenberger Firma zu absolvieren.

 

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Vor zwölf Jahren intensivierte die Schule die Kooperation: In der siebten Klasse bauen die Schüler seitdem zusammen mit Ausbildungsmeistern der Firma Veyhl in einer Projektwoche einen Solarhubschrauber.Das heißt, sie sägen, löten, bohren, feilen und montieren, bis sich die Flügel des Helikopters dank Sonnenkraft drehen.

Im Vordergrund der Projektwoche steht aber nicht die Schulung des handwerklichen Geschicks, das Mädchen und Jungen gleichermaßen an den Tag legen müssen. Lehrer Willi Wurster, der die Berufswegeplanung an der Waldschule organisiert, hebt stattdessen die Kompetenzen hervor, die sich die Schüler während der Projektwoche und Praktika aneignen.

Es zählen nicht nur handwerkliche Kompetenzen Kommunikations-

und Kritikfähigkeit würden unter anderem geschult. So testen die Jugendlichen auch ihr Durchhaltevermögen sowie ihre Konzentrationsfähigkeit und werden nicht zuletzt zur Ordentlichkeit angehalten.

 

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Der Vizepräsident der IHK Nordschwarzwald, Eckart Bauer, betont, dass nicht nur Schule und Schüler von der Partnerschaft profitieren, sondern auch die Unternehmen, denn: "Sie setzen sich schon heute mit den Arbeitnehmern von morgen auseinander." Auch Ausbildungsmeister Hansjörg Wolf unterstreicht die Bedeutung der Kooperation für seinen Betrieb. Auf so manche Projektarbeit seien Praktika-Anfragen erfolgt, die nach dem Schulabschluss nicht selten auch zu einer Ausbildung im Unternehmen geführt hätten.­

Dass die Kooperation zwischen Schule und Unternehmen nun auch schwarz auf weiß festgehalten wurde, ist für Rektor Wolfgang Rapp ein "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk". Er dankte gestern bei der Unterzeichnung der Partnerschaft auch Schulamt und Gemeinde für deren Unterstützung, die durch Direktorin Christa Haindl vom Schulamt in Pforzheim und Bürgermeister Martin Buchwald vertreten waren. ­In Anspielung auf die bereits bestehende langjährige Verbindung zwischen den Kooperationspartnern scherzte Elternbeiratsvorsitzende Margrit Schmidtke: "Jetzt ist Schluss mit der wilden Ehe."

 

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(Fotos Waldschule)

 

                      bearbeitet nach der Quelle: Schwarzwälder Bote, Christine Luz